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Masters 55+ Wasserball-Weltmeister 2008.

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29. 05. 2008 | Düsseldorfer - Masters 55+ Wasserball-Weltmeister 2008

2008_05_29_1.jpgIn Perth, Australien fanden vom 18. bis zum 24. April 2008 die 12. Masters - Weltmeisterschaften im Schwimmen, Springer, Synchronschwimmen und Wasserball statt. Rund 270 deutsche Teilnehmer reisten auf eigenen Kosten nach Australien. Die Düsseldorfer SC 1898 konnte in der Alterklasse 55+ den Titel des Wasserball-Weltmeisterschaft der Masters erringen.

Mannschaftsführer Norbert Bande meinte zu Beginn des Turniers: - Unsere Erwartungshaltung ist nach dem Gewinn der Europameisterschaft 2007, der Weltmeisterschaft 2004 und der Vizeweltmeisterschaft 2006 riesig groß. Wir haben uns selber zum Favoriten gemacht, zumal wir jetzt in der Alterklasse 55+ antreten können. Alles andere als der Titel ist für uns eine Enttäuschung.“

Aber einfach war es dann doch nicht. Die sechs Gegner aus USA, Australien und Südafrika waren bestens vorbereitet und hatten gerade in den Centerpositionen und in der Verteidigung einige Kilos mehr auf die Waage gebracht, die erst bewegt werden mussten.

Schwierig war die Auftaktbegegnung gegen Tri Valley aus Kalifornien. Karl-Heinz Scholten erzielte schnell die 1:0 Führung, die bis auf 5:2 ausgebaut werden konnte. Doch die körperlich immer härter agierenden US-Boys konnten bis auf 7:6 herankommen. Mehr war für sie zum Glück aber nicht drin.

Auch die Old Edwardians aus Südafrika waren besser als erwartet. Vor dem letzten Viertel lagen sie noch 4:2 in Führung, doch die Düsseldorfer zeigten plötzlich ihre ganze Entschlossenheit und nach hartem Kampf konnte Norbert Schüppler in der Schlussminute noch ein 4:4 erzielen.

Die anderen Spiele der Vorrunde konnten sicher gewonnen wurden, so dass die Düsseldorf-Masters nach Ende der Vorrunde, bei der jeder gegen jeden spielen musste, sicher mit 9:1 Punkten vor Old Edwordians mit 5:5 Punkten an erster Stelle standen.

Garant für das gute Spiel war die große Geschlossenheit des gesamten Düsseldorfer Teams und die konsequente Durchsetzung des eigenen Spielsystems. Die einzelnen Mannschaftsteile konnten sich alle besser positionieren, als ihre Gegner.

2008_05_29_2.jpgAngefangen beim Torwart: Günter Kilian hat in den ersten beiden Begegnungen alles gehalten, was zu halten war. Leider hat sich eine alte bakterielle Entzündung wieder gemeldet und er musste mit 40,5 Grad Fieber ins Krankenhaus eingeliefert werden. Pünktlich zum Halbfinale war er - leider nur als Zuschauer - wieder im Bad. Dr. Bernd Fröhlich, der etatmäßige Centerverteidiger, war aber ein guter Ersatz. Spielt er doch in der Düsseldorfer II. Mannschaft im Tor und schickt sich an, mit diesem Team in die Oberliga aufzusteigen. Seine Aussage, ich lasse nicht mehr als 3 Tore zu, spricht Bände - zumal sie auch so zutraf.

In der sicheren Verteidigung zeichneten sich besonders Hansi Brückner als umsichtiger Centerverteidiger, Peter Furmaniak und Karl-Heinz Scholten, dessen Teilnahme nach einigen Operationen bis kurz vor Beginn des Turniers fraglich war, aus. Zudem konnten die aufmerksamen Ludger Weeke und Norbert Bande ein ums andere Mal den Centern die Bälle abschwimmen.

Damit war der jeweilige Center ausgeschaltet.

Für die Sonderbewachung der gegnerischen Spielmacher sorgten Dr. Heiner Halfmann und Ludger Weeke, die zusammen mit Norbert Bande für ein blitzsauberes Konterspiel sorgten.

Gesteuert wurde das Spiel der Düsseldorfer aber von Norbert Schüppler, der sich perfekt auf das Turnier vorbereitet hatte. Zudem schoss er immer dann, wenn es besonders wichtig war, entscheidende Tore. Er konnte den schmerzlichen Ausfall von Günter Wolf (Lupus), der mit seiner Schulklasse mitten im Abitur steckte, perfekt ausgleichen.

Und dann war da noch Dr. Miklos Harmori. Der ist einfach nur eine Sensation in der Alterklasse 55+. Immer zu Stelle, immer da, wo es besonders weh tut, schießt er für die Düsseldorfer die meisten Tore. Es hat den Anschein, als wenn das gesamte Düsseldorfer Team trotz der Vielzahl der exzellenten Einzelspieler ihren Miklos immer suchen und finden.

Coach Dr. Peter Heise war mit der Umsetzung seiner Vorgaben im Turnierverlauf mehr und mehr zufrieden, so dass er zuletzt in den Viertelpausen nur noch erklärten musste: -Spielt genauso umsichtig, souverän und sicher weiter.“

Mit großem Selbstvertrauen gingen die Düsseldorfer ins Halbfinale gegen den Gruppenvierten und Auftaktgegner Tri Valley aus USA; dem Auftaktgegner, der nur knapp geschlagen wurde. Lange hielten die Amerikaner eine glückliche 2:1 Führung. Brückner konnte in der Centerposition im dritten Viertel einen 5-Meter Strafwurf herausholen, den Harmori sicher verwandelte. Schüppler und Halfmann konnten schnell eine 4:2 Führung erzielen. Nach dieser Führung brach das Spiel der US-Oldies völlig auseinander und am Ende zeigte noch mal Harmori zwei wunderschöne Tore. Der Einzug ins Finale wurde mit einem souveränen 6: 2 erreicht.

Perfekt setzten die Düsseldorfer Masters ihren Wunsch um, das Endspiel gegen die Melville Sharks aus Australien klar zu dominieren. Spätestens nach der 4:0 Führung durch Bande zu Beginn der 2. Viertels war die Partie entschieden. Am Ende erzielten die Düsseldorfer mit einem 11:2 Sieg den höchsten Endspielsieg der Weltmeisterschaft.

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