ASCD und Waspo 98 marschieren ins Endspiel

Waspo 98 Hannover (hier Predrag Jokic) ließ gegen Spandau 04 in den ersten drei Spielvierteln lediglich einen Gegentreffer zu. Foto: DWL/Jens Witte

Waspo 98 Hannover (hier Predrag Jokic) ließ gegen Spandau 04 in den ersten drei Spielvierteln lediglich einen Gegentreffer zu. Foto: DWL/Jens Witte

(Wolfgang Philipps) Zwei klare Sieger brachten die Halbfinalduelle im deutschen Pokalwettbewerb der Männer: Der viermalige Titelträger ASC Duisburg siegte bei der vom Düsseldorfer SC ausgerichteten Endrunde im neuen 50-Meter-Becken des Rheinbades mit 14:8 (2:0, 2:0, 3:1, 2:3) gegen den OSC Potsdam und steht erstmals seit 2013 wieder im Endspiel. Überraschend deutlich setzten sich anschließend die Waspo 98 Hannover im Duell der beiden Champions League-Teilnehmer mit 9:4 (2:0, 2:0, 3:1, 2:3) gegen Rekordgewinner Wasserfreunde Spandau 04 durch.

Favorit ASC Duisburg gab sich im ersten Halbfinalduell von Düsseldorf gegen den OSC Potsdam keine Blöße: Die Mannschaft von Neu-Trainer Christian Vollmert legte mit einer 5:1-Führung (7.) los wie die Feuerwehr und reduzierte die Hoffnungen der Havelstädter auf eine Überraschung und die erste Finalteilnahme der Vereinshistorie schon in der Anfangsphase der Partie auf ein Minimum. Potsdam kam im zweiten Abschnitt zeitweilig zwar auf 4:6 (13.) heran, mehr gelang an diesem Nachmittag allerdings nicht. Überragend mit gleich sechs Toren war Duisburgs Nationalspieler Julian Real. Potsdam deutete mit sechs verschiedenen Torschützen sein Potential an.

Entsetzte Gesichter in den Reihen von Rekordmeister Spandau 04 produzierte das zweite Halbfinalduell von Düsseldorf, das von den Fans wie keine andere Partie des Tages mit Spannung erwartet worden war: Nach der hart umkämpften 11:13-Niederlage im ersten Punktspielduell beider Teams hatten die Berliner an diesem Abend nicht den Hauch einer Chance gegen die Mannschaft von Trainer Karsten Seehafer, die nach drei Spielvierteln mit 7:1 (!) führte. Spandau wirkte über weite Passagen der Partie einfallslos gegen die bestens organisierte Waspo98-Abwehr um den viermaligen Olympiateilnehmer Predrag Jokic und einen glänzend aufgelegten Schlussmann Roger Kong. Hannovers vierfacher Torschütze Darko Brguljan hatte zu diesem Zeitpunkt bereits dreimal getroffen.

Das Finale steigt auf der erst vor Jahresfrist eröffneten Anlage am Düsseldorfer Messegelände steigt am heutigen Sonnabendabend um 18 Uhr. Duisburg und Hannover haben sich bereits 2003 in Esslingen einmal im Finale des DSV-Pokals gegenübergestanden. Damals hatte die noch unter „Waspo Hannover-Linden“ firmierenden Niedersachsen mit 8:7 gewonnen und sich ihren zweiten Pokaltitel nach 1998 geholt. Ein Novum in der DSV-Historie ist dagegen das um 15:15 Uhr startende Bronzeduell zwischen Potsdam und Spandau.

 

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