DSC feiert Heim-Meisterschaft!!!

Am letzten Samstag hatte die 1. Herrenmannschaft des Düsseldorfer Schwimmclub 1898 e.V. ihr letztes Heimspiel zu absolvieren. Gespielt wurde um 17:30 Uhr im Rheinbad50. Bereits zwei Tage später hatte man beim Überraschungsteam der Saison, SC RE Hamm, anzutreten. Anpfiff hier war 20:00 Uhr im Hallenbad Maximare

DSC 1898 : SV Bayer Uerdingen II:
Ergebnis: 11:5 (4:0/2:2/0:2/5:1)
pers. Fehler: 3:1

Ausgangssituation:
Nach dem Auswärtserfolg gegen die SGW Solingen / Wuppertal konnte das DSC-Team im heimischen Rheinbad50 Meister werden. Durch die neu eingeführte Regel des Direktvergleichs benötigte man hierfür nur noch einen Punkt, um Verfolger Bochum endgültig hinter sich zu lassen. Dies wollte man auf jeden Fall gegen Uerdingen erledigen, da die Auswärtsfahrt nach Hamm traditionell eher ungemütlich wird und dort alles passieren kann. DSC-Trainer Ferenc Nagy konnte für das wichtige Spiel gegen Uerdingen aus dem Vollen schöpfen und bot die Bestbesetzung auf.

Spielverlauf:

1. Viertel:

Das DSC-Team begann furios. In der Verteidigung war man hellwach und setzte die Gäste von Beginn an offensiv unter Druck. Goalgetter Panagiotis Karakevas eröffnete die Partie schließlich mit einem Strafwurftreffer (6:51). Kapitän Joost van Kaathoven legte direkt nach (6:22) und weitere Treffer von Timo Gonzalez Rodriugez sowie Karakevas erspielten eine beruhigende 4-Tore-Führung nach dem ersten Viertel.

2. Viertel:

Mit der sicheren Führung im Rücken, ließ man es gemächlicher angehen und wechselte viel. Die Gäste nutzten dies um etwas besser ins Spiel und endlich auch zu eigenen Treffern zu kommen. DSC-Tore von Yonatan Rudnik (Rückraum/3:14) und Joost van Kaathoven (Konter/0:06) sorgten aber für ein ausgeglichenes Viertelergebnis von 2:2.

Halbzeitstand: 6:2

3. Viertel:

Nach dem Seitenwechsel ließ das DSC-Team leider die bisherige Konsequenz im Angriff vermissen. Gute Gelegenheiten wurden leichtfertig hergegeben und ein ums andere Mal lief man sehenden Auges in den Gegenkonter. Schlussmann Thorsten Plehn musste in dieser Phase zu oft eingreifen und wurde letztlich zwei weitere Male überwunden, während man selbst keinen eigenen Torerfolg feiern konnte.

Zwischenergebnis: 6:4

4. Viertel:

Die Viertelpause nutzte man schließlich, um sich nochmals zu sammeln. Die Mannschaft von Trainer Ferenc Nagy besann sich wieder auf ihre Stärken aus dem ersten Viertel. Auch durch deutliche konditionelle Nachteile hatten die Gäste dem Offensivdrang des DSC nicht mehr viel entgegenzusetzen. Ausgelöst durch Yonatan Rudnik (5:52) feierte man eine 5-Tore-Serie zum entscheidenden 11:4 (weitere Treffer hier durch Sebastian Bruch, 2x Karakevas und Maximilian Schleicher) und ließ sich die Feierlaune auch nicht durch den letzten Gegentreffer der Gäste zum Endstand verderben.

Endstand: 11:5

Fazit:

Der DSC fuhr auch der Höhe nach einen verdienten Sieg ein. Nach der 4:0-Führung im ersten Viertel, war der eine oder andere gedanklich vielleicht schon bei der Meisterfeier. Aber sogar in der zwischenzeitlichen Schwächephase im zweiten und dritten Viertel konnten die Gäste den Spielern von Ferenc Nagy nicht wirklich gefährlich werden. Das letzte Viertel zeigte dann nochmal, was in der Mannschaft steckt.

Trainer Ferenc Nagy:
“Ich bin glücklich, dass wir heute zu Hause den Sack zu gemacht haben. Natürlich wollen wir auch das letzte Saisonspiel gewinnen, aber darauf verlassen wollte ich mich nicht. Die Jungs haben eine herausragende Saison gespielt und mich mit dem heutigen Sieg sehr stolz gemacht!”

Kapitän Joost van Kaathoven:
“Wir wollten dieses Spiel heute unbedingt gewinnen. Ich glaube, das hat man im ersten Viertel gemerkt. Nach der letzten Saison haben wir unsere Ambitionen nur vorsichtig aufgestellt. Dass wir letztlich sogar einen Spieltag vor Schluss die Meisterschaft feiern können, hatte keiner erwartet. Das ist aber ein Verdienst des gesamten Vereins; von unseren beiden Trainern, den Organisatoren im Hintergrund, den Spielern und den anderen Abteilungen, die für uns auch mehrmals zurückgesteckt haben.”

Kader:

Tor:
1. Thorsten Plehn

Feld:
2. Yonatan Rudnik (2), 3. Paul Lindner, 4. Jakob Lindner, 5. Maximilian Schleicher (Jg. 01/1), 6. Carlo Pavljak, 7. Joost van Kaathoven (2), 8. Panagiotis Karakevas (4), 9. Timo Gonzalez Rodriguez (1), 10. Alexandr Yerunov, 11. Sebastian Bruch (1), 12. Bastian Lehmann, 13. Frank Gerster

In Klammern stehen die Jahrgänge der Jugendspieler, nebst Anzahl der Treffer.

Foto:
Das Foto zeigt das DSC-Team nach der Medaillen- und Pokalübergabe.
Reihen hinten (v.l.n.r.): Yonatan Rudnik, Timo Gonzalez Rodriguez, Joost van Kaathoven (Kapitän), Ferenc Nagy (Trainer), Bastian Lehmann, Maximilian Schleicher, Alexander Scholz, Carlo Pavljak, Panagiotis Karakevas, Mathias Iking (Wasserballwart)
Reihe vorne (v.l.n.r.): Thorsten Plehn, Frank Gerster, Thorsten Klingen, Paul Lindner, Jakob Lindner, Alexandr Yerunov, Sebastian Bruch

SC RE Hamm : DSC 1898:
Ergebnis: 10:11 (2:2/4:2/2:4/2:3)
pers. Fehler: 10:8

Zwar standen wegen des Termins unter der Woche und der weiten Anreise nicht alle Spieler zur Verfügung. Dennoch wollte man in Hamm einen weiteren Sieg einfahren und die Saison positiv abschließen. Im Maximare entwickelte sich ein torreiches und spannendes Spiel, in dem sich bis zum Schluss keine der beiden Mannschaften entscheidend absetzen konnte. Das DSC-Team lief dabei lange Zeit einem Rückstand hinterher, konnte aber zum Ende des dritten Viertels erstmals in Führung gehen. 8 Sekunden vor dem Spielende war es dann Carlo Pavljak der in Überzahl den Siegtreffer erzielte.

Ausblick DWL-Aufstiegsturnier:

Für den DSC steht nun das Aufstiegsturnier am 30.06.18 und 01.07.18 an. Gespielt wird in Weiden mit folgenden Teilnehmern:

1. SGW Rhenania Köln/BW Poseidon Köln (DWL)
2. SpVg Laatzen 1894 (2. WBL Nord)
3. SV Weiden 1921 (2. WBL Süd)
4. Düsseldorfer SC 1898 (2. WBL West)

Für die DWL können sich zwei Mannschaften qualifizieren. Der Relegationsteilnehmer aus der DWL, die SGW Köln, dürfte für das Turnier der Favorit sein. Wer daneben den zweiten Aufstiegsplatz ergattern kann, ist schwer zu sagen. Sowohl Weiden, als auch Laatzen haben eine jüngere DWL-Vergangenheit. Aus dieser Zeit finden sich auch noch einige Aktive im Kader wieder. Das DSC-Team sollte trotzdem nicht chancenlos sein und fährt mit dem Ziel zum Turnier, dort den maximal möglichen sportlichen Erfolg zu suchen. Ob dies letztlich der Aufstieg oder ein Aufzeigen von Grenzen sein wird, muss sich zeigen.

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