Pokalendrunde mit fünf Olympiateilnehmern

Foto: Zu Gast im Rheinbad: Darko Brguljan (Waspo 98 Hannover) schaffte bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro den Sprung in das Allstarteam. Foto: DWL/Jens Witte

Zu Gast im Rheinbad: Darko Brguljan (Waspo 98 Hannover) schaffte bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro den Sprung in das Allstarteam. Foto: DWL/Jens Witte

Düsseldorfer SC organisiert Treffen der Wasserballstars im Rheinbad 50

(Wolfgang Philipps) Die am Freitagnachmittag im Düsseldorfer Rheinbad startende Doppel-Endrunde im deutschen Wasserball-Pokal (DSV-Pokal) wird in der Männerkonkurrenz nicht nur nationale, sondern auch internationale Topakteure am Start sehen: Mit Rekordgewinner Wasserfreunde Spandau 04 und Herausforderer Waspo 98 Hannover spielen zwei der vier Endrundenteilnehmer neben der Bundesliga parallel auch in der Gruppenphase der Champions League. Beide gehören damit nicht nur zu den zwölf besten Vereinsteams in Europa, sondern bringen auch fünf aktuelle Olympiateilnehmer zu der vom Düsseldorfer SC 1898 ausgerichteten Veranstaltung mit.

Die Niedersachsen vertrauen mit Predrag Jokic, Aleksandar Radovic und Darko Brguljan gleich drei Aktiven der Nationalmannschaft Montenegros: Das Trio wurde jüngst nicht nur bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro Vierter, sondern vor genau einem Jahr auch Vize-Europameister. Jokic konnte bereits 2005 mit der Auswahl des damaligen Staatenbundes Serbien und Montenegro den Weltmeistertitel gewinnen. Brguljan wurde beim Olympiaturnier sogar in das siebenköpfige Allstar-Team gewählt: „Das ist der Thomas Müller des Wasserballs“, ist Hannovers Vereinspräsident Bernd Seidensticker vom Spielstil des für Wasserballverhältnisse eher kleinen Montenegriners mehr als begeistert.
Breit und ebenfalls international aufgestellt ist Meister Spandau 04, der in der Fachszene seit langen Jahren auch als das „Bayern München des Wasserballs“ bezeichnet wird und mit Mehdi Marzouki und Remi Saudadier zwei Olympiateilnehmern der Auswahl Frankreichs vertraut. National musste der Rekordmeister (35 deutsche Meisterschaften seit 1979) in dieser Saison nach einer zweijährigen Siegesserie erstmals wieder eine Niederlage hinnehmen, als die Berliner im Rundenspiel mit 11:13 gegen Waspo 98 Hannover das Nachsehen hatten.
Für mehr als nur niederrheinisches Lokalkolorit sorgt der deutsche Vizemeister ASC Duisburg: Das Team von der Wedau holte 2013 die deutsche Meisterschaft wie auch den Pokalsieg und stellte zuletzt gleichen sieben von 13 Akteuren in der Nationalmannschaft beim Weltliga-Spiel gegen Rumänien. Duisburg trifft im Halbfinale zudem auf den nominellen Außenseiter OSC Potsdam, so dass nach dreijähriger Durststrecke der erste Finalauftritt greifbar nahe ist.

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