Nach der Pflicht kommt die Kür

12.05.2022 • KATEGORIE:

Am Wochenende 07./08. Mai reisten 18 SchwimmerInnen aus der 1. und 2. DSC-Wettkampfmannschaft zu den Nordrhein-Westfälische Jahrgangsmeisterschaften nach Dortmund. Die AthletInnen waren mit verschiedenen Zielsetzungen ins Ruhrgebiet gekommen. Neben einer guten Platzierung war es die letzte Möglichkeit sich für die deutschen Jahrgangsmeisterschaften zu qualifizieren, denn der Zeitraum für die Qualifikation endete an diesem Wochenende. Und als sich der DSC zum Wettkampfende auf den Nachhauseweg machte, war klar, dass man aufgrund der erbrachten Leistungen nicht nur viele Medaillen im Gepäck hat, sondern auch mit einer großen Mannschaft Ende Mai nach Berlin zu den “Deutschen” fahren kann.

Auf der aktuellen Qualifikationsliste ist zwar noch etwas Bewegung und einige DSC-lerInnen hoffen über das Nachrückerverfahren nominiert zu werden, aber Trainer Björn Gohr plant aktuell mit folgenden AthletInnen: Maximilian Bandt (2008), Julius Gampert (2007), Felix Hell (2008), Ben Juretzki (2007), Maximilian Kulibaba (2009), Karl Linke (2009), Rayan Maktouf (2009), Mia Manno (2007), Rebeca Perez Zavala (2009), Hannah Pronk (2007), Tom Simeon Schwilling (2007) und Iva Sofija Tanaskovic (2008). Diese SchwimmerInnen befinden sich nun auf der Zielgeraden zum Saison-Highlight und bekommen nun in den Tagen bis zum 23. Mai den letzten Schliff. 

“Die letzten Einheiten vor dem Wettkampf sind ausschlaggebend für einen erfolgreichen Wettkampf und die NRW-Meisterschaften waren für einige nur die Zwischenstation auf dem Weg nach Berlin. Teilweise absolvieren meine Sportler in dieser Phase zwei Trainingseinheiten am Tag. Ich hoffe, dass wir bis Ende des Monats von Blessuren, COVID-19 und anderen Erkrankungen verschont bleiben, damit wir in Berlin gut performen können”, meint Björn Gohr, Trainer der 1. Wettkampfmannschaft.

Vergleichbares hofft auch Ben Juretzki (2007), der am Wochenende in Dortmund schon die Gelegenheit hatte sich mit dem amtierenden Deutschen Meister auf allen Rückenstrecken zu messen. “Dortmund hat gezeigt, dass ich gut in Form bin, aber um bei der Medaillenvergabe dabei zu sein, muss noch etwas nachgelegt werden”, so Ben, der in 2021 deutscher Vizemeister auf 200m Rücken wurde.

Max Bandt (2008) räumte in Dortmund mit 5 NRW-Meisterschaften und einer Vize-Meisterschaft ordentlich ab und ließ auf den Freistil- und Rückenstrecken alle anderen Schwimmer aus seinem Jahrgang hinter sich. “Ich weiß, dass ich für Berlin noch eine Schippe drauflegen muss, um auf meinen Lieblingsstrecken aufs Podest zu kommen. Aber mein Trainer arbeitet seit Wochen akribisch viele Stunden im Rheinbad mit mir. Von nichts kommt eben nichts!”, bemerkt Max.

Für Iva Sofija Tanaskovic (2008) reichten die bisherigen Zeiten nicht, um auf der Qualifikationsliste zu erscheinen. Aber bei den NRW-Meisterschaften packte sie ihre letzte Chance beim Schopfe und sicherte sich mit einer neuen Bestzeit auf 200m Brust das Ticket für die Spreemetropole. “Ich freue mich total, dass es doch noch geklappt hat und ich zumindest über eine Strecke in Berlin starten kann. Ich hoffe, dass ich meine persönliche Bestzeit dort nochmals toppen kann und am Ende unter den 20 besten Schwimmerinnen lande.”

Björn Gohr fährt mit festen Absichten zum großen Finale: “Berlin ist das Event für meine Schwimmer und ich möchte den Düsseldorfer Schwimmsport dort ordentlich präsentieren und für meine Sportler das Maximum rausholen. Darüber hinaus hoffe ich, dass unsere Bundeskader-Schwimmer, die immer nur für ein Jahr in den Kader nominiert sind, Berlin nutzen, um sich dort für ein weiteres Jahr zu empfehlen.”